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Einspruch StB-Kosten
25.08.2007, 14:33
Beitrag: #11
RE: Einspruch StB-Kosten
Bei Nichtanerkennung der vollen StBK als WK lege ich Einspruch ein mit dem Antrag auf RdV mit der Begrndung des angekndigten aber immer noch nicht vorliegenden BMF-Schreiben. Wird von den FA'n akzeptiert.

mfg Dr. H.C. Freak Wink
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25.08.2007, 15:21
Beitrag: #12
RE: Einspruch StB-Kosten
Hans-Christian schrieb:Bei Nichtanerkennung der vollen StBK als WK lege ich Einspruch ein mit dem Antrag auf RdV mit der Begrndung des angekndigten aber immer noch nicht vorliegenden BMF-Schreiben. Wird von den FA'n akzeptiert.

=> d.h., Du schreibst erst den gesamten Betrag in die WK und lsst vom FA die Aufwendungen fr den Mantelbogen etc. streichen?

Gru, Cat

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25.08.2007, 15:40
Beitrag: #13
RE: Einspruch StB-Kosten
Catja schrieb:
Hans-Christian schrieb:Bei Nichtanerkennung der vollen StBK als WK lege ich Einspruch ein mit dem Antrag auf RdV mit der Begrndung des angekndigten aber immer noch nicht vorliegenden BMF-Schreiben. Wird von den FA'n akzeptiert.

=> d.h., Du schreibst erst den gesamten Betrag in die WK und lsst vom FA die Aufwendungen fr den Mantelbogen etc. streichen?

Gru, Cat

Richtig, und dann lege ich Einspruch ein.

Die FA sind auch sauer ob des fehlenden BMF-Schreibens.

mfg Dr. H.C. Freak Wink
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25.08.2007, 15:42
Beitrag: #14
RE: Einspruch StB-Kosten
Das Ausfllen des Mantelbogens (Null Arbeit) liegt unter 10%, daher beantrage ich alles bei den WK.

mfg Dr. H.C. Freak Wink
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25.08.2007, 15:54
Beitrag: #15
RE: Einspruch StB-Kosten
Wir (Lohnsteuerhilfeverein) setzen die Mitgliedsbeitrge zu 100% als Werbungskosten bei der Einkunftsart an, bei der sich der hchstmgliche Steuervorteil ergibt. Von vielen Finanzmtern wird diese Vorgehensweise auch akzeptiert.

In Rheinland-Pfalz werden nach einer Kurzinformation der OFD Koblenz vom 15.01.2007 unsere Beitrge zu 100% dem privaten Bereich zugeordnet. Dies akzeptieren wir nicht. Der Prsident der OFD Koblenz wurde vom NVL (Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine) aufgefordert, seine Weisung zurck zu nehmen. Unter Hinweis auf ein angekndigtes BMF-Schreiben wurde dies von ihm abgelehnt.

In Schleswig-Holstein gibt es zwar (noch) keine bekannte Weisung der Landesfinanzdirektion, die Finanzmter krzen aber ebenfalls um bis zu 100%. Teilweise bleiben die Steuerbescheide unter dem Vorbehalt der Nachpfung nach 164 AO. In anderen Bundeslndern, beispielsweise in Niedersachsen, werden zwischen 50% und 70 % des Beitrags bercksichtigt.

Wir beantragen weiterhin den Abzug von 100%.

Nach aktuellen Informationen gibt es inzwischen eine Einigung auf Bund-Lnder-Ebene. Das Ergebnis soll in einem demnchst erscheinenden BMF-Schreiben enthalten sein. Folgendes soll vorgesehen werden:

Bis 100 EUR sollen die Aufwendungen zu 100 % als Werbungskosten (entsprechend Ihrer Zuordnung) abziehbar sein.
Bei hheren Betrgen soll ein Abzug von 50 % nicht beanstandet werden.
Eine andere Aufteilung kann im Einzelfall glaubhaft gemacht werden.
Noch nicht klar ist, wie bei Aufwendungen von beispielsweise 110 EUR zu verfahren ist. Da der Betrag von 100 EUR berschritten wird, wrde die Regelung mit 50 % = 55 EUR greifen. Damit wre das Ergebnis schlechter, als wrden die Aufwendungen nur 100 EUR betragen.

Ob in einem solchen Fall die Aufwendungen von 110 EUR auf 100 EUR begrenzt werden knnen ist noch nicht bekannt.

Nimmt das Finanzamt eine Krzung vor, entscheiden wir in eigener und selbstndiger Verantwortung, ob wir die Krzung auch unter Bercksichtigung der o.a. Ausfhrungen akzeptieren knnen. Ein Abzug von unter 100 EUR sollte auf keinen Fall akzeptiert werden.

Sind in den Bereichen Sonderausgaben, auergewhnliche Belastungen und Steuerermigungen keine Berechnungen vorzunehmen, es liegen aber umfangreiche Werbungskosten ggf. mit Dienstreisen und doppelter Haushaltsfhrung vor (z. B. Soldaten) werden wir auf einen Abzug von 100% auch bei Aufwendungen von mehr als 100 EUR bestehen. Der private Anteil lge in einem solchen Fall bei max. 10% und wre zu vernachlssigen.

Erlaubt das BMF-Schreiben keine akzeptable Lsung, werden wir den Klageweg beschreiten.

mfg Dr. H.C. Freak Wink
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25.08.2007, 16:05
Beitrag: #16
RE: Einspruch StB-Kosten
@ Hans-Christian:

Vielen Dank fr die konstruktiven Einblicke!
Als Einzelkmpfer tue ich mir da manchmal schwer...

Werde das hier in Hessen auch mal so angehen mit der Zuordnung zur arbeitsintensivsten Anlage...

M.E. aber problematisch daran ist, dass ja die Gewichtung bezglich des Arbeitsaufwandes bereits ber die 10tel der StBGebV erfolgt sein sollte, d.h. es wre fr eine abweichende Beurteilung (aus Sicht des "advocatus diaboli") eigentlich kein Spielraum...

Egal, - ich probiers und werde dann berichten.

Gre, Catja

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26.08.2007, 22:41
Beitrag: #17
RE: Einspruch StB-Kosten
Hallo,

das mit dem Privatanteil von 10 Prozent ist aber sehr schn gerechnet. Aufgrund des insbesondere fr den Steuerlaien leicht verstndlichen Altseinknftegesetzes verbringe ich oftmals mehr Zeit damit, den Steuerpflichtigen beim Aufstbern und Zuordnen der Versicherungsbeitrge zu helfen, als eine Anlage N oder gar eine Anlage Kap auszufllen.

Da die Seiten der Anlagen mit Privatanteil (Mantelbogen, Anlage Kind, Anlage Unterhalt) immer mehr zu werden scheinen, hat sich neulich ein Finanzamt was ganz Tolles ausgedacht: Der Finanzbeamte wollte doch tatschlich Steuerfachliteratur anhand der Anzahl der Anlagen aufteilen. Wer wei, was uns da im BMF-Schreiben erwartet. Der Fantasie scheinen ja keine Grenzen gesetzt zu sein...

Gru,

Andreas
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27.08.2007, 15:26
Beitrag: #18
RE: Einspruch StB-Kosten
Hallo,

ich schreibe oft meine GebRe mit einer anderen "Gewichtung": Ermittlung der Einkunftsarten berwiegen, der Mantelbogen wird auch mal gar nicht berechnet und fr die nchste Steuererklrung baue ich meine Rechnung schon so auf, dass kein Tippstreifen erforderlich ist - z.B.:
Anlage V... xy + 19% = xyz
Anlage N xy + 19% = xyz usw.
dann Gesamtsumme xyzzz

Gre Ulrike
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27.08.2007, 15:51
Beitrag: #19
RE: Einspruch StB-Kosten
ulrike schrieb:... der Mantelbogen wird auch mal gar nicht berechnet

Na, - ob das der StBGebV entspricht *grins*? Aber: wo kein Klger, da kein Richter...

Ich findes nur rgerlich, dass man nicht mehr nach der wirklich entstandenen Arbeit abrechnen kann (z.B. kiloweise Sonderausgaben, Auseinanderpfriemeln von Hauskostenabrechnungen bzgl. der haushaltsnahen Dienstleistungen, stapelweise Apothekenrechnungen und Arztrechnungen, dazu noch 3 Kinder ber 18, die unterjhrig in Ausbildung sind, arbeitslos sind, in- und auerhalb des Bercksichtuigungszeitraumes eigene Einknfte hatten etc...) => ich mag es einfach nicht, wenn ich dem Mandanten meine Gebhrenrechnung erst erklren muss, weil die "kreative Honorarfindung" nichts mehr mit dem angefallenen Aufwand zu tun hat...) (*genuggejammert*)

Gre, Catja

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03.12.2007, 12:51
Beitrag: #20
RE: Einspruch StB-Kosten
Hallo

Hier das Neueste aus Sachsen.

Gegen die "sachgerechte Schtzung", wie das FA fter behauptet, auf 50/50 der Steuerberatungskosten auf die Einkunftsart bezogen zu krzen (speziell Beitrge an LStHV), gibt es jetzt eine anhngige Klage beim Schs. FG (Az. 4 K 2257/07). Es lag dem FA eine sachgerechte Aufteilung vor, wonach 92% den WK (19) zuzuordnen sind, also damit voll abzugsfhig. Das FA krzte auf Grund einer internen Verwaltungsanweisung der OFD Sachsen psch. auf 50%.

Ich konnte nicht anders. Tongue

Viele Gre
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