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ig. Erwerb
03.02.2012, 10:13
Beitrag: #1
ig. Erwerb
Hallo,
vor dem Hintergrund, dass die Finanzmter ja zur Zeit etwas merkwrdig werden (Stichwort strafrechtliche Meldungen bei verspteter Abgabe von UStVA), stellt sich gerade folgende Frage:
Ein Mdt macht seine Buchhaltung selber und meldet das ganze Jahr ber seine ig.Erwerbe nicht an. Diese werden erst mit der Dezember-Anmeldung fr das ganze Jahr angemeldet. Auswirkung auf die Zahllast ist ja 0,00 - aber strafrechtlich betrachtet wird die USt ja nicht pnktlich monatlich angemeldet.
Hat jemand Erfahrungen, inwieweit das geahndet wird? Sollte man doch vorsichtshalber berichtigte UStVA abgeben?
Gestern war in einem anderen Fall ein Bearbeiter etwas ungehalten, als 13b Umstze erst in der Jahreserklrung erklrt wurden und nicht in den UStVA. Ich befrchte, dass da auch noch was nach kommt.
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06.02.2012, 14:59
Beitrag: #2
RE: ig. Erwerb
Hallo,

Die Tatsache, dass keine steuerliche Auswirkung stattfindet, liegt an der Systematik. Der Straftatbestand bleibt erfllt.

Nehmen wir die Umstze nach 13b als Beispiel:

Steuerschuldner ist der Leistungsempfnger. Hier ist geregelt, wann er die Leistungen zu melden hat.
Ob er gegebenenfalls tatschlich Vorsteuer beanspruchen darf und kann, hngt von weiteren Voraussetzungen fr ihn selbst ab, die erfllt sein mssen (Stichwort 14 UStG).
Mangelt es an den Erfllungsvoraussetzungen, dann hat er keinen Anspruch auf den Vorsteuerabzug und schuldet die Umsatzsteuer fr den Leistenden trotzdem.

Gegebenenfalls geht die Leistungspflicht sogar auf den Leistungsempfnger ber, weil der Leistende selbst seinen steuerlichen Verpflichtungen nicht nachkommt, nachgekommen ist oder nachkommen kann.

Und nicht zu vergessen die Tatbestnde, die zu einem nachtrglichen Vorsteuerabzugsausschluss fhren knnen (z.B. Insolvenzflle).


Also grundstzlich in dem Zeitraum anmelden, wo die Leistung auch anzumelden wre.

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Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie passten auch heute noch. -
George Bernard Shaw (1856-1950), Irischer Dramatiker und Satiriker
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14.02.2012, 12:55 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.02.2012 12:59 von tolledeu.)
Beitrag: #3
RE: ig. Erwerb
schau Dir auch mal folgenden Beitrag an:

hier klicken

und mal den 370 AO Abs. 6 lesen und dem Mandanten geben.

„Die Unkenntnis der Steuergesetze befreit nicht von der Pflicht zum Steuerzahlen. Die Kenntnis aber häufig.“

Baron Rothschild
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