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Nießbrauch und § 13c ErbStG - Druckversion

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Nießbrauch und § 13c ErbStG - Taxman - 19.07.2011 23:08

Nabend zusammen,

ich hab da ein kleines Verständnisproblem.

SV:
Erwerb von Todes wegen
Alleinerbin die Tochter
Im Vermögen ein Mietwohngrundstück, an dem ein Nießbrauch zu Gunsten der Lebensgefährtin des Verstorbenen bestellt werden soll.

Grds. ist das Mietwohngrundstück § 13c begünstigt. Der Nießbrauch ist gem. § 10 (5) Nr. 2 als Nachlassverbindlichkeit abzugsfähig.

nun bin ich in einer probeklausur hingegangen und habe den gemeinen wert des Nießbrauches gem. § 10 (6) S. 5 ErbStG mit 90% angesetzt.

Nun stand in den Lösungshinweisen nur lappidar, dass der Nießbrauch zu 100% abzuziehen ist, da dieser bei der Bewertung des MWG ausser Acht gelassen wurde und dies auch nicht dem § 10 (6) 5 ErbStG.

Ich verstehe das nicht. Könnte mir das bitte mal einer erklären bzw. eine amtliche Fundstelle hierfür nennen?

Danke im Voraus

Tax


RE: Nießbrauch und § 13c ErbStG - zaunkönig - 20.07.2011 06:45

Hallo,

mir fällt dazu "Generation skipping" ein.

Passt nur nicht so ganz zum dargestellten Sachverhalt, da dies meines beschränkten Wissens nach nur zu Lebzeiten geht.


RE: Nießbrauch und § 13c ErbStG - Buchi - 20.07.2011 09:57

Wieso überhaupt eine Aufteilung nach § 10 (6) S. 5 ErbStG?

Das MWG ist doch nicht nach § 13c ErbStG begünstigt, weil der Nießbrauch auf das ganze Grundstück bestellt wurde. § 13c ErbStG gilt doch nur für den restlichen (vermieteten) Teil (R 36 (6) AEErbstG und das Beispiel in H 36 "Nutzungsrecht".

Mein Vorschlag:

MWG bei der Erbin nicht begünstigt
Nießbrauch bei der Erbin voll Nachlassverbindlichkeit
Nießbrauch bei der Lebensgefährtin sowieso nicht begünstigt

Gruß Buchi