14.04.2013, 16:49
Bei einem "Grundstückskaufvertrag" zwischen Eltern und Tochter soll der Kaufpreis bis zum Tod des Längstlebenden der Veräußerer gestundet werden. Zusätzlich soll es einen Nießbrauch geben. Hintergrund ist:
Im Testament sollte die betreffende Tochter ein Recht erhalten, gegen Zahlung an die Erbengemeinschaft das Grundstück zu erwerben. Das soll jetzt "vorweggenommen" werden.
Meine Fragen:
1. Falls der Kaufpreis nicht verzinst wird, greift ja wohl die Rechtsprechung zu § 12 Abs. 3 BewG (Aufteilung in Kapitalanteil und Zinsanteil), was ja gerade bei einer Einmalzahlung eine erhebliche ESt-Belastung auslösen kann.
Kann man derartiges mit einem ganz geringen Zins umgehen oder sollte man zum Zweck der Vermeidung des Gestaltungsmissbrauchs zumindest an den Verbraucherpreisindex anknüpfen?
Wenn der Empfänger also den Zinsanteil nach § 20 EStG zu versteuern hat, kann der Erwerber dann korrespondierend wenigstens auch Betriebsausgaben abziehen (sofern eine Einkunftsart bei ihm ersichtlich ist, was häufig nicht der Fall ist)?
2. Ferner stellt sich die Frage, ob eine Anzeige nach § 34 ErbStG, § 8 ErbStDV erforderlich ist. Dabei wäre doch der Kaufpreis gemäß § 12 Abs. 3 BewG ebenfalls auf den Gegenwartswert abzuzinsen, oder?
Danke für alle Antworten.
Gruß
Micha79
Im Testament sollte die betreffende Tochter ein Recht erhalten, gegen Zahlung an die Erbengemeinschaft das Grundstück zu erwerben. Das soll jetzt "vorweggenommen" werden.
Meine Fragen:
1. Falls der Kaufpreis nicht verzinst wird, greift ja wohl die Rechtsprechung zu § 12 Abs. 3 BewG (Aufteilung in Kapitalanteil und Zinsanteil), was ja gerade bei einer Einmalzahlung eine erhebliche ESt-Belastung auslösen kann.
Kann man derartiges mit einem ganz geringen Zins umgehen oder sollte man zum Zweck der Vermeidung des Gestaltungsmissbrauchs zumindest an den Verbraucherpreisindex anknüpfen?
Wenn der Empfänger also den Zinsanteil nach § 20 EStG zu versteuern hat, kann der Erwerber dann korrespondierend wenigstens auch Betriebsausgaben abziehen (sofern eine Einkunftsart bei ihm ersichtlich ist, was häufig nicht der Fall ist)?
2. Ferner stellt sich die Frage, ob eine Anzeige nach § 34 ErbStG, § 8 ErbStDV erforderlich ist. Dabei wäre doch der Kaufpreis gemäß § 12 Abs. 3 BewG ebenfalls auf den Gegenwartswert abzuzinsen, oder?
Danke für alle Antworten.
Gruß
Micha79